Вход/Регистрация
Lauert
вернуться

Пирс Блейк

Шрифт:

„Es ist gut, dass du es nicht getan hast“, sagte Frankie.

„Vielleicht stimmt das“, sagte Riley. „Aber ich kann nicht anders, als mich zu fragen –– was, wenn Mullins der erste Mensch gewesen w"are, den ich get"otet h"atte. Ich w"urde mich sicherlich nicht so schlecht f"uhlen wie jetzt. Vielleicht h"atte ich sogar "uberhaupt keine Probleme damit. Stattdessen habe ich ein dummes, armes Kind erschossen, das nie eine Chance im Leben gehabt hatte. Es ist einfach…“

Riley schluckte eine schmerzhafte Wut und Bitternis hinunter.

„Es ist einfach unfair“, sagte sie.

Riley und Frankie assen einige Momente schweigend weiter.

Endlich sagte Frankie in einem vorsichtigen Ton: „Weisst du, du wirst wahrscheinlich denken, dass ich verr"uckt bin, wenn ich das sage, aber… vielleicht ist es f"ur uns beide besser, dass die Dinge uns auf genau diese Art und Weise widerfahren sind.“

Riley machte grosse Augen.

„Wie meinst du das?“, fragte sie.

Frankie zuckte mit den Schultern und sagte: „Naja, w"are ich nicht gezwungen gewesen mir damals Heroin zu spritzen, h"atte ich nie begriffen, wie dumm der Krieg gegen Drogen wirklich ist. Und wenn du die M"oglichkeit gehabt h"attest Larry Mullins zu erschiessen, h"attest du es vielleicht auch in Zukunft einfach gefunden, deine t"odliche Gewalt anzuwenden –– zu einfach.“

Frankie verstummte und wischte sich eine Tr"ane aus dem Auge.

„Ich weiss, dass wir beide leiden, Riley“, sagte sie. „Aber ich glaube es ist besser zu leiden, als vor Schmerz hart zu werden. Zumindest waren wir in der Lage unsere Menschlichkeit, unsere Verletzlichkeit zu bewahren, all die Dinge, die das Beste in uns ausmachen. Viele Menschen in unserem Job schaffen das nicht.“

Riley nickte langsam. Sie wusste, dass Frankie genau das sagte, was sie gerade h"oren musste. Sie begriff, dass sie wirklich Gl"uck hatte, dass sie heute Frankies Anteilnahme hatte. Das hier war besser als jegliche Therapie, auf die sie hoffen konnte.

Eine Weile lang assen sie schweigend.

Dann fragte Frankie: „Und wie l"auft es mit deinem Verlobten? Habt ihr schon ein Hochzeitsdatum ausgew"ahlt?“

Die Frage "uberraschte Riley.

Sie stammelte: „"Ahm, nein, noch nicht.“

„Nein?“, sagte Frankie und schaute Riley skeptisch an.

„Noch nicht“, wiederholte Riley und ass dann still weiter.

Sie wurde angespannt, als sie sich vorstellte, was Frankie gerade denken musste. Sie erinnerte sich an etwas, was Frankie gesagt hatte, als sie sich gerade kennengelernt hatten…

„Ich habe eine etwas voreingenommene Sicht auf M"anner im Allgemeinen.“

Obwohl Frankie selten davon sprach, wusste Riley, dass Frankies vierj"ahrige Ehe in einer h"asslichen Scheidung geendet war. Frankie hatte wahrscheinlich keinerlei Gr"unde anzunehmen, dass es mit Riley und Ryan klappen w"urde.

Hat sie vielleicht recht? fragte Riley sich.

Schliesslich liefen die Dinge in letzter Zeit nicht besonders gut zwischen ihnen.

W"ahrend sie ihre Mahlzeit beendeten, unterhielten Riley und Frankie sich "uber Kleinigkeiten. Als Frankie sie zur"uck zu ihrer Wohnung fuhr, merkte Riley, dass sie dem Rest ihres freien Tages mit Missmut entgegensah. Sie fragte sich insbesondere, wie es heute Abend mit Ryan sein w"urde.

Sie fragte sich –– was sagte es "uber sie aus, dass sie sich nicht darauf freute ihren eigenen Verlobten zu sehen? Schlimmer noch, wurde sie vielleicht s"uchtig nach den Gefahren und Qualen ihrer Arbeit?

Sie wusste nur, dass sie nichts an ihren Gef"uhlen "andern konnte.

Wenn ich nicht zur"uck an die Arbeit gehe, verliere ich meinen Verstand, dachte sie.

Was auch immer dort draussen auf sie wartete, sie musste weitermachen und sich dem stellen.

KAPITEL VIER

Jake klopfte nerv"os mit dem Fuss auf den Boden, als er dem leitenden Spezialagenten der Verhaltensanalyseeinheit gegen"ubersass.

Es klingt auf jeden Fall nach einer Serie, dachte er.

Erik Lehl beschrieb gerade zwei "ahnliche Mordf"alle in Kentucky und Tennessee. Jake versuchte zu entscheiden, ob er gerade "uberhaupt dar"uber nachdenken wollte. Schliesslich war er gestern erst in eine Schiesserei im Staat New York verwickelt gewesen.

Lehl schloss seine Darlegung mit den Worten: „Agent Crivaro, der einzige Grund, wieso ich mit Ihnen dar"uber spreche ist, dass ich gerade keine anderen erfahrenen Verhaltensanalyseagenten habe, die ich dort hinschicken k"onnte.“

  • Читать дальше
  • 1
  • ...
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • ...

Ебукер (ebooker) – онлайн-библиотека на русском языке. Книги доступны онлайн, без утомительной регистрации. Огромный выбор и удобный дизайн, позволяющий читать без проблем. Добавляйте сайт в закладки! Все произведения загружаются пользователями: если считаете, что ваши авторские права нарушены – используйте форму обратной связи.

Полезные ссылки

  • Моя полка

Контакты

  • chitat.ebooker@gmail.com

Подпишитесь на рассылку: