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Письма. Часть 1
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Цветаева Марина Ивановна

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Я ее называю — Marina Elegie — и она завершает круг Duineser Elegien, [1097] и когда-нибудь (после моей смерти) будет в них включена: их заключит.

Только — просьба: никому — кроме Вас и сестры: никому. Это — моя тайна с Р<ильке>, его — со мной. И к этой тайне я всегда возвращаюсь, когда меня так явно оскорбляют — недостойные развязать ремня его подошвы.

Обнимаю Вас. Сердечное спасибо за присланное.

1097

Дуинезских элегий (нем.).

МЦ.

Это последнее, что написал Р<ильке>: умер 7 мес<яцев> спустя. [1098] И никто не знает.

В декабре 1936 г. — через полтора месяца — будет 10 лет с его смерти. Я помню день: утром 31-го пришел Слоним — приглашать на встречу Нового Года в ресторан — и: — «А Вы знаете? Р<ильке> умер». (Умер 30-го.) [1099] Впрочем, м. б. Вы читали мое «Новогоднее» в Верстах — там все есть.

1098

Известны более поздние стихотворения «Ни разума, ни чувственного жара…», обращенное к поэту Карлу Ланц-коронскому, и «Ты — цель последняя моих признаний…»

1099

Рильке умер 29 декабря 1926 г.

— Десять лет. Муру было десять месяцев. Теперь он почти с меня, сороковой № обуви. У меня седая голова (я была совсем молодая — помните?), Рильковской второй внучке — почти десять лет (родилась после его смерти)… <…>

Ну, читайте. Здесь ответ — на все.

МЦ.

…Ich schrieb Dir heute ein ganzes

Gedicht zwischen den Weinh"ugeln, auf eines warmen (leider noch nicht st"andig durchw"armten) Mauer sitzend und die

Eidechsen festhaltend mil seinem

Aufklang.

Ch^ateau de Muzot s Sierre (Valais),

Suisse am 8. Juni 1926 (abends).

ELEGIE F"UR MARINA

O die Verluste ins All, Marina, die st"urzenden Sterne!

Wir vermehren es nicht, wohin wir uns werfen, zu welchem

Sterne hinzu! Im Ganzen ist immer schon alles gez"ahlt.

So auch, wer f"allt, vermindert die heilige Zahl nicht.

Jeder verzichtende Sturz st"urzt in den Ursprung und heilt.

W"are denn alles ein Spiel, Wechsel des Gleichen, Verschiebung,

nirgends ein Name und Kaum irgendwo heimisch Gewinn?

Wellen, Marina, wir Meer! Tiefen, Marina, wir Himmel!

Erde, Marina, wir Erde, wir tausendmal Fr"uhling, wir Lerchen,

die ein ausbrechendes Lied in die Unsichtbarkeit wirft!

Wir beginnen als Jubel: schon "ubertrifft es uns v"ollig.

Pl"otzlich, unser Gewicht biegt zur Klage den Sang, abw"arts.

Aber auch so: Klage? W"are sie nicht j"ungerer Jubel nach unten?

Auch die unteren G"otter wollen gelobt sein, Marina.

So unschuldig sind G"otter, sie warten auf Lob wie die Sch"uler.

Loben, du Liebe, lass uns verschwenden mit Lob.

Nichts geh"ort uns. Wir legen ein wenig die Hand um die H"alse ungebrochener Blumen. Ich sah es am Nil, in Kom-Ombo:

so, Marina, die Spende selber verzichtend, opfern die K"onige.

Wie die Engel gehen und die Th"uren bezeichen jener zu

Rettenden,

also r"uhren wir dies und dies, scheinbar Z"artliche, an.

Ach, wie weit schon Entr"ukte, ach, wie Zerstreute, Marina,

ach, noch beim innigsten Vorwand. Zeichengeber, sonst nichts.

Dieses leise Gesch"aft, wo es der Unsrigen einer nicht mehr ertr"agt und sich zum Zugriff entschliesst,

racht sich und t"otet. Denn dass es t"otliche Macht hat,

merkten wir alle seiner Verhaltung und Zahrtheit und an der seltsamen Kraft, die uns aus Lebenden zu

Uferlebenden macht. Nichtsein: weisst Du's wie oft trag uns ein blinder Befehl durch den eisigen Vorraum neuer Geburt… Trug…: uns? — Einen K"orper aus Augen,

unter zahllosen Liedern sich weigernd. Trug das in uns niedergeworfene Herz eines ganzen Geschlechts. An ein

Zugvogelziel trug er die Gruppe, das Bild unserer schwebender Wandlung.

Liebende d"urften, Marina, d"urfen so viel nicht von dem Untergang wissen. M"ussen wie neu sein.

Erst ihr Grab ist alt, erst ihr Grab besinnt sich, verdunkelt unter dem schluchzendem Baum. Besinnt sich auf Jeher.

Erst ihr Grab bricht ein; sie selber sind biegsam wie Ruthen,

was "ubermassig sie biegt, rundet sie reichlich zum Kranz.

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